Vom Ruhrpott an die Nordsee – Die Dortmund-Ems-Radroute

Diese beliebte Radroute entlang des Dortmund-Ems-Kanals kommt ohne nennenswerte Steigungen aus und verläuft immer abseits großer Straßen, sodass sie für Radfahrer jeden Alters und jeder Fitness geeignet ist. Erleben Sie abwechslungsreiche Landschaften vom dicht besiedelten Ruhrgebiet bis hin zur Weite der Nordseeküste, beobachten Sie die Schiffe auf dem Kanal und entdecken Sie unterwegs viele interessante Sehenswürdigkeiten!

stillgelegte Zechen, grünes Münsterland

Der Kanal von Dortmund bis zum Seehafen Ems ist über 100 Jahre alt und wurde als Transportweg für Stahl, Kohle und Bier angelegt. Zum Kanal-Geburtstag 1999 wurde die Radroute entlang dieser Wasserstraße eingeweiht. Sie führt über den eigentlichen Kanal hinaus bis zur Nordseeinsel Norderney und verbindet so die unterschiedlichsten Regionen miteinander: Vom Ruhrgebiet mit seinen stillgelegten Zechen und anderen Industriedenkmälern, über das grüne Münsterland mit seinen Fachwerkhäusern, führt Sie der Dortmund-Ems-Radweg durch die Flusslandschaft des Emslandes bis in die unendliche Weite Ostfrieslands und schließlich an die Nordsee. Bis auf mitunter etwas stärkeren Gegenwind an der Nordsee sind die Etappen leicht zu bewältigen, weshalb diese Radtour auch für Familien empfehlenswert ist. Die Route verläuft entlang des Kanals, zum Teil auf alten Leinpfaden direkt am Ufer, zum Teil etwas abseits des Wassers durch die Landschaft. Auf diese Weise kommt keine Langeweile auf, denn Sie entdecken unterwegs Schleusen, Häfen und Schiffsverkehr auf dem Kanal, aber auch idyllische Dörfer, interessante Städte und verschiedenste Sehenswürdigkeiten.


größter Kanalknotenpunkt Europas

Wenn Sie mehr über den Kanal, die Schifffahrt und wie dieser Handelsweg die Regionen prägte erfahren möchten, sollten Sie sich auf keinen Fall den Schleusenpark Waltrop und das „Dattelner Meer“ während der ersten Etappen entgehen lassen. Letzteres stellt den größten Kanalknotenpunkt Europas dar! Im weiteren Verlauf des Kanalradwegs begegnen Sie der Schleuse Gleesen, dem Papenburger Zeitspeicher, wo Sie die Entwicklung der Schifffahrt und des Schiffbaus in Papenburg interaktiv entdecken können, sowie  der Kesselschleuse in Emden.


Kultur und Architektur

Kulturinteressierte kommen in Dortmund mit seiner jungen Kunstszene, in Lüdinghausen mit seinen drei Wasserburgen und in Münster mit dem Fürstbischöflichen Schloss, dem St.-Paulus-Dom und dem Musum Pablo Picasso auf ihre Kosten. Aber auch das Kloster Gravenhorst bei Hörstel ist einen Besuch wert. In der ehemaligen Zisterzienserinnen-Abtei befindet sich heute ein Denk-Mal-Atelier mit interessanten Ausstellungen. Gleich zwei Holländerwindmühlen liegen auf dem Weg: Die idyllische Höltingmühle mit Restaurant in Meppen und die Mersmühle mit eigenem Mühlenmuseum in Haren. Zu guter letzt ist das Ostfriesische Teemuseum in Norden ein Muss, hier können Sie den Tee natürlich auch probieren!


Natur Pur

Bestaunen Sie außerdem das „Nasse Dreieck“ bei Hörstel, wo der Mittellandkanal vom Dortmund-Ems-Kanal abzweigt und der Gravenhorster Schlucht in den Teutoburger Wald folgt. In Emsbüren lohnt sich ein Abstecher in die riesige Gärtnerei mit dem Erlebnispark „Emsflower“. Wer sich zwischendurch mal so richtig schön im kühlen Nass erfrischen möchte, der ist am Speichersee Geeste mit Badestrand und Liegewiese gut aufgehoben – und natürlich auch an den Stränden der Nordsee, wo man zur Entspannung ruhig noch ein paar Tage an die Radtour anhängen sollte.


Toureninfos

Start und Ziel:  
Dortmund und Norddeich

Streckenlänge: 

360 km

Sehenswertes: 
Schleusenpark Waltrop, Burg Vischering in Lüdinghausen, Kloster Gravenhorst bei Hörstel, Erlebnispark „Emsflower“ in Emsbüren, Höltingmühle in Meppen, Mersmühle in Haren, Papenburger Zeitspeicher, Ostfriesisches Teemuseum in Norden

Informationen und Wegbeschreibung: 
Münsterland e.V. Tourismus
Tel. 02571/94 93 92
E-Mail: touristik@muensterland.com
www.muensterland-tourismus.de

Emsland Tourismus GmbH
Tel. 05931/44 22 66
E-Mail: info@emsland.com
www.emsland.com