Seid ihr fit für den Winter?

Wir sind bereits mitten im Herbst angelangt und es wird wieder Zeit sich dick einzupacken. Aber wie mache ich das, ohne durchgeschwitzt oder mit Eisklötzen an den Händen das Ziel zu erreichen? Man möchte ja nicht gleich in der ersten Winterwoche mit Fieber im Bett liegen.

Eine gute Nachricht vorab: Wer sich viel bewegt wird auch weniger krank! Denn Radfahren und andere Sportarten, vor allem an der frischen Luft, stärken das Immunsystem. Wie ihr euer Rad und euch selbst wetterfest macht, beantworten wir euch in den folgenden Punkten.

Wie rüste ich mein Rad für den Winter?

Wenn der erste Regen fällt solltet ihr euch auf jeden Fall einen guten Spritzschutz zulegen. Es gibt nichts nervigeres als einen nassen und dreckigen Rücken. Einen Schutz könnt ihr euch ganz problemlos im Internet bestellen und selbst montieren. So könnt ihr ihn im Sommer auch wieder ganz leicht abnehmen. Falls ihr euer Rad nicht unter einem Dach abstellen könnt und es der Witterung ausgesetzt ist, habt ihr zumindest die Möglichkeit einen Sattelüberzug zu kaufen. Auch die sind super günstig zu erwerben und schützen euren Sattel vor Nässe.
Nicht nur das Wetter setzt eurem Fahrrad zu, sondern auch das Streusalz. Trotz des Verbots wird es noch häufig verwendet, weshalb ihr im Winter eurer Rad regelmäßig abspülen solltet, um schnelles Rosten zu vermeiden. Rostspray und Schmieröl sind Investitionen, die man guten Gewissens tätigen kann. Wenn ihr ein Pedelec besitzt könnt ihr zum Schutz den Motor und die Speichenenden einsprühen.


Muss ich nochmal zum Fahrradladen?

Wer nicht zu den Fahrradprofis gehört und entsprechendes Werkzeug und Kenntnisse nicht zu Verfügung hat, kann ruhig nochmal zum Fahrradladen des Vertrauens gehen, um Bremsen, Licht und Reifen überprüfen zu lassen. Im Winter können sich durch Nässe und Glätte die Bremswege verlängern. Deshalb ist es im Winter besonders wichtig sehr vorausschauend zu fahren. Bei Regen oder Schnee wird die Sicht jedes Teilnehmers am Straßenverkehr stark beeinträchtigt. Ist es dazu noch dunkel, kann es schnell zu gefährlichen Verkehrssituationen kommen. Vor allem Radfahrer mit Rennrad sollten vorsichtig sein. Durch Die dünnen Reifen besteht hier besonders die Gefahr schon bei leichter Nässe zu rutschen. Bei Bedarf können wintertaugliche Räder auf das Rennrad montiert werden.


Welche Kleidung ist geeignet für Wind und Wetter?

Im Winter ist der Zwiebellook angesagt. Funktionskleidung hin oder her, eine dünne, wetterfeste, warme Jacke in der man nicht schwitzt gibt es noch nicht. Am besten schaut ihr euch nach schnelltrocknender und atmungsaktiver Kleidung um. Gut geeignet sind Langarmshirts aus Merinowolle, dieses Material trocknet besonders schnell und ist sehr geruchsneutral. Bei Starkem Regen, solltet ihr euch eine längere, winddichte Jacke mit einer Wasserlinie von 20.000 mm zulegen. Bei einigen Jacken kann man sogar mit Reisverschlüssen die Ärmel unter den Achseln öffnen. Das ist besonders bei längeren Strecken angenehm. Eure Beine könnt ihr mit einer Regenhose zum überziehen schützen. Hier solltet ihr euch aber gut beraten lassen. Besonders sehr günstige Regenhosen sind nicht besonders atmungsaktiv und lassen den Körper schnell aufheizen.
Wind- und wasserdichte Handschuhe solltet ihr hier auch nicht vergessen. Eure Füße könnt ihr mit wasserdichten Überzieh-Radschuhen schützen.
Hemd und Anzug solltet ihr in einer wettergeeigneten Radtasche oder im Rucksack aufbewahren. Diese Stoffe sind leider nicht besonders funktional und wirken im Zwiebellook eher störend.


Wie sieht es aus mit Warnkleidung?

Auch wenn sie kein modisches Accessoire sind, kann Warnkleidung im Winter essentiell sein. Vor allem wenn die Tage kürzer werden und die Nächte länger passiert es schnell, dass man vor und nach der Arbeit im Dunklen fahren muss. Ist das der Fall, fällt die Überlegung nach einer Warnweste schon gar nicht mehr so schwer. Auch wenn die Straßen beleuchtet werden, ist die Sicht sehr eingeschränkt und das Fehlen der Sonne macht sich in der Müdigkeit der Verkehrsteilnehmer bemerkbar. Eine gelbe Warnweste kann da lebensrettend sein. Wem das trotz alledem nicht zusagt, sollte wenigstens zu Reflektoren greifen und sich hell kleiden.


Was mache ich bei Eis und Glätte?

Wer bei Eis und Glätte nicht auf sein Rad verzichten kann und möchte, sollte sehr aufmerksam fahren. Stellt ihr euren Sattel so tief, dass ihr mit beiden Füßen gut den Boden berühren könnt, seid ihr bei einem rutschigen Untergrund sicherer unterwegs. Zusätzlich könnt ihr etwas Luft aus den Reifen lassen, so ist die Reibungsfläche und somit auf der Bremswiederstand höher.
Haltet immer genug Abstand von Wegrändern, diese sind meist mehr vereist und haltet beide Hände am Lenkrad. Kommt es zum richtigen Winterwetter sind auch geeignete Winterreifen angebracht. Bei Eis und Schnee könnt ihr euch sogar Reifen mit kleinen Spikes zulegen.