Reisen mit dem Pedelec

Unterwegs mit Rückenwind aus der Steckdose

Eine Radreise wurde für viele Menschen erst seit der Erfindung des Ebikes bzw. Pedelecs zur Option. Ob mit körperlicher Einschränkung oder mangelnder Kondition: Das Elektrofahrrad macht es fast jedem möglich, eine längere Reise auf zwei Rädern zu bewältigen und vor allem zu genießen!

Gerade für Paare oder Gruppen mit unterschiedlichen körperlichen Konditionen ist das Pedelec sinnvoll. So können alle entspannt im gleichen Tempo vorankommen. Herausfordernde Strecken, die Sie normalerweise aus Ihrer Reise-Wunsch-Liste gestrichen hätten, können Sie dank Elektrorad trotzdem erleben.

Bei der Reise mit elektrischem Rückenwind gibt es im Vergleich zum normalen Fahrrad jedoch einige Unterschiede. Für den ersten Überblick, haben wir Ihnen hier eine Liste mit hilfreichen Hinweisen zur Radreise mit dem Pedelec zusammengestellt. 

1. Vorsorgen hält besser - Eine Versicherung für Ihr E-Bike/Pedelec

Ein Pedelec ist eine Anschaffung, die man sich gut überlegt. Die Kosten für ein gutes elektronisch betriebenes Fahrrad beginnen aktuell bei ca. 1700 Euro. Klar, dass solch ein teures Fahrrad besonders ins Visier von Fahrraddieben gerät. Bei einer Radreise ist das E-Rad zusätzlich Belastungen beim Transport und auf unwegsamen Gelände ausgesetzt. Es empfiehlt sich also generell und besonders vor Beginn der Radreise, eine Fahrradversicherung abzuschließen. 

2. Stromnachschub - Das sollten Sie beachten

Wenn Sie nicht gerade in ein Ebike mit Solarzellen investieren, müssen Sie Ihr Akku regelmäßig aufladen. Von Hersteller zu Hersteller variiert die Reichweite des Akkus. Gewöhnlich liegt diese zwischen 130 und 200 km, ist aber auch vom Fahrverhalten abhängig. Bei einer Radtour, die eventuell auch durch längere, unbesiedelte Gebiete führt, empfiehlt es sich deshalb, einen Zweitakku dabeizuhaben.

Grundsätzlich sollten regelmäßig Zwischenziele eingeplant werden, bei denen die Möglichkeit besteht, den Akku an die Steckdose zu schließen. Mittlerweile gibt es an fast allen bekannteren deutschen Radwanderwegen Akkuladestationen für Ebikes.

3. Von A nach B - Transport Ihres E-Bikes

Das Elektrorad kann, wie auch ein normales Fahrrad, auf mehreren Wegen an den Zielort transportiert werden. Beim Transport mit der Bahn sollten Sie sich darauf einstellen, dass Aufzüge nicht immer funktionieren und manchmal auch zu klein sind. Dann heißt es: Schleppen! Praktisch, wenn man dann zu zweit unterwegs oder extrovertiert genug ist, um nach Hilfe zu fragen. Achtung: Ihr elektronisches Fahrrad können Sie nur dann mit der Bahn mitnehmen, wenn es sich um ein 25 km/h Pedelec handelt.

Bei der Fahrt im Reisebus ist es derzeit bei den meisten Anbietern nicht möglich, ein Ebike oder Pedelec mitzunehmen.

Sie sind in Besitz eines Kombis, Vans oder Minibuses? Super, dann steht der Mitnahme des Elektrorades nichts mehr im Wege. Alle anderen Modelle bieten den sperrigen Gefährten zu wenig Platz. In diesem Falle lohnt sich die Anschaffung eines Fahrradanhängers, auf den bis zu zwei Ebikes Platz haben (ab 500 EUR).

4. Meins auf Zeit - Pedelec Verleih

Wem das alles viel zu kompliziert ist und wer keine Lust hat, sich durch volle Waggons zu drängeln und um Fahrradstellplätze zu kämpfen, der sollte sich ganz einfach ein Pedelec vor Ort leihen. Längst hat sich der Fahrradtourismus auf diese Option ausgerichtet. In fast jeder Radreiseregion stellt es kein Problem mehr da, gute Elektroräder zu leihen. Informieren Sie sich auf den jeweiligen Seiten der Tourismusorganisationen!