Nachhaltig Reisen mit dem Rad

Radfahren ist das nachhaltigste Fortbewegungsmittel, das wissen wir alle! Aber wie sieht es eigentlich mit Radreisen aus? Was kann man noch alles beachten, um den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern? Und was ist eigentlich Sanfter Tourismus? Wir haben uns mit dem Thema "Nachhaltiges Reisen" etwas intensiver auseinandergesetzt und stellen euch unsere Tipps für nachhaltiges Radeln vor.
Sanfter Tourismus steht für drei Dinge: möglichst wenig auf die bereiste Natur einwirken, Natur nah und intensiv erleben, sich der bereisten Kultur anpassen.
Das klingt an sich alles nach einem sehr abenteuerlichen Urlaub. Was ihr bei der Planung beachten könnt, haben wir euch in fünf Tipps zusammengestellt:

Europa-Radreise oder fernes Ausland?

Man muss nicht ins ferne Ausland fahren, um etwas zu erleben. Auch Deutschland und andere europäische Länder haben eine wundervolle Natur und viel Kultur zu bieten. Ihr könnt euch sogar überlegen, ob ihr mit dem Rad eine kleine Europareise unternehmt. So könnt ihr bei eurem Fahrrad bleiben und müsst nicht erst mit dem Auto losfahren. Damit spart ihr auf jeden Fall schonmal einiges an Emissionen ein. Sollte das Ziel doch etwas weiter entfernt sein, könnt ihr euch über Verbindungen mit dem Fernbus, Zug oder Mitfahrgelegenheit informieren.


Zelt oder Luxushotel?

Am nachhaltigsten seid ihr dabei, wenn ihr mit dem Zelt unterwegs seid. Falls das zu abenteuerlich wird, achtet darauf, dass ihr euch nicht in großen Hotels einmietet, sondern eher kleine Pensionen unterstützt. Kleine Familienbetriebe können euch meistens auch die besseren Tipps für die Umgebung geben und kennen sich gut mit der Kultur aus. Entscheidet ihr euch doch für ein Hotel, könnt ihr darauf achten, dass es grüne Energie bezieht.


Checkt die Umweltsiegel

Die blaue Flagge ist eine Auszeichnung für Nachhaltigkeit von Stränden. Alle Strände mit diesem Siegel werden hinsichtlich ihrer Wasserqualität und ihres Umweltmanagements geprüft. TourCert steht für Unternehmensverantwortung im Tourismus. Die gemeinnützige Organisation berät und begleitet Reiseveranstalter, Unterkünfte und andere Tourismusdestinationen. Bei Unterkünften und Restaurants könnt ihr auch auf das Viabono-Zertifikat achten. Alle zertifizierten Unternehmen werden hinsichtlich Wasser, Abfall, Energie und Lebensmittel untersucht.


Sieben Sachen packen

Je weniger Gepäck ihr dabei habt, desto weniger CO2-Emissionen produziert ihr auch. Generell könnt ihr auch darauf achten, nicht zu viele Snacks in Plastikverpackungen zu kaufen. Am besten bereitet ihr eure Snacks vor und nehmt es mit, so habt ihr zusätzlich noch Geld gespart. Neben den kleinen Reisepackungen für Duschgel, Shampoo und Zahnpasta gibt es mittlerweile auch gute Alternativen. Ihr könnt euch ganz einfach feste Seife mitnehmen, die gibt es in den verschiedensten Varianten für Körper und Haare zu kaufen. Falls ihr einen Unverpacktladen in der Nähe habt, könnt ihr euch dort Zahnpastapastillen abfüllen, so habt ihr die Plastikverpackung gespart und zusätzlich seid ihr so gesichert vor Mikroplastik in der Zahnpflege.


Kultur erleben

Zum Reisen gehört auch, die Kultur nah zu erleben, besonders hier ist ein respektvoller Umgang mit Mensch und Natur wichtig. Achtet darauf, keinen Müll zu hinterlassen oder die Natur nicht zu beschädigen. Auch ein freundlicher Umgang mit den Menschen gehört zum nachhaltigen Reisen dazu. Falls ihr fremde Personen fotografieren möchtet, fragt und akzeptiert ein „Nein“. Wenn ihr euch gut mit den Einheimischen versteht, werden sich diese bestimmt auch nicht scheuen, euch ein paar Geheimtipps für eure Reise zu geben.