Fit für die Radreise

Wer schon einmal eine längere Radreise ohne Vorbereitung angetreten ist kennt es: müde Arme, Muskelkater in den Beinen und Schmerzen vom Fahrradsattel. Bei einer kurzen Radreise von ein bis zwei Wochen sind diese Probleme noch gut auszuhalten. Ist die Reise aber länger ist eine gute Vorbereitung zu empfehlen. Meistens sind die Tagesstrecken sehr gut getaktet, sodass ihr jeden Tag eine feste Kilometeranzahl zurücklegen müsst. Mit dem alltäglichen Fahrradfahren hat das nichts mehr zu tun, denn neben eurem Körpergewicht kommt noch das Gepäck mit aufs Rad. Der Stauraum in den Fahrradtaschen ist dabei nicht zu unterschätzen. Wir empfehlen euch, ähnlich wie bei einem Backpack, die 12kg Marke nicht zu überschreiten. Mit zusätzlichem Zelt und Kochutensilien müsst ihr schon ordentlich in die Pedale treten.

Outdoortraining

Die beste Vorbereitung erreicht ihr mit regelmäßigem Radfahren, da hierdurch genau die richtigen Muskeln beansprucht werden. Wir empfehlen euch Touren zu fahren, die auch den Tagesetappen eurer Reise entsprechen. Am besten packt ihr euer Testgepäck mit aufs Rad, damit ihr merkt ob das Gewicht zu schaffen ist, oder ob ihr etwas sparsamer packen müsst. Habt ihr mehrere Tagestouren hinter euch, könnt ihr das Training auf zwei oder drei Tage steigern. Neben dem Muskel- und Ausdauertraining habt ihr zusätzlich viel Zeit zum Kopfabschalten. Nichts ist entspannender, als der Fahrtwind in den Haaren und die frische Luft, die einen umgibt. So lässt sich Training gleich mit Entspannung von der Arbeit verbinden. Wenn ihr häufiger auf eurem Rad unterwegs seid, merkt ihr auch sehr schnell, ob euer Fahrradsattel für solche langen Touren geeignet ist. Ist das nicht der Fall, und ihr habt dauerhaft Schmerzen, solltet ihr euch überlegen einen neuen Sattel zu kaufen. Wer etwas mehr Geld in die Hand nimmt, kann sich einen maßgeschneiderten Sattel anfertigen lassen. Möchtet ihr nicht so viel Geld ausgeben, achtet darauf, eine möglichst harte Sitzfläche zu wählen. Eure Fahrradkleidung ist normalerweise an den richtigen Stellen gepolstert.


Training im Studio

Wenn ihr auf Nummer Sicher gehen wollt, könnt ihr die beanspruchten Muskelgruppen im Studio trainieren. Am stärksten werden beim Radfahren der Quadrizeps und der Kniegelenksbeuger beansprucht. Um diese Muskelgruppen zu trainieren, sind Übungen wie Kniebeugen, Kreuzheben, Beincurls und Ausfallschritte gut geeignet. Beim Training ist besonders wichtig, dass ihr beide Muskelgruppen gleichmäßig trainiert. Verkürzt sich einer der Muskeln durch falsches Training, führt das zu einer Erhöhten Verletzungsgefahr. Mindestens genauso wichtig ist das Training eures Oberkörpers. Wer schon häufiger längere Strecken mit dem Rad unterwegs war, kennt die Müdigkeit, die nach einigen Stunden in den Armen eintritt. Um die Haltemuskulatur in euren Armen und Schultern zu stärken ist das Rudern im Sitzen sehr gut geeignet. Jeweils eine Übung für Bizeps und Trizeps sollte in eurem Plan nicht fehlen. Falls ihr euch noch auf das Laufband schwingt, empfehlen wir euch nicht zu laufen, sondern mit einer Steigung von mindestens 10% zu gehen. Dadurch werden die Muskeln beansprucht, die beim Radfahren mit Steigung arbeiten.


Zeitmangel und Training

Mit ausreichend Training steht eurer Radreise nichts mehr im Weg! Denkt aber auch an eure Regenerierungsphasen. Wer zu viel trainiert macht seine Muskeln müde, wodurch sich das Verletzungsrisiko steigert. Stellt euch am besten einen Trainingsplan zusammen, den ihr gut in euren Alltag integrieren könnt. So ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Plan über einen längeren Zeitraum eingehalten werden kann. Wie viel ihr trainiert bleibt euch selbst überlassen, euer Fitnesslevel kennt ihr am besten. Bleibt wenig Zeit für Zusatztraining ist die täglich Nutzung des Rades zur Arbeit und in de Freizeit eine perfekte Grundlage auf der ihr aufbauen könnt.