Auf Wintertour mit dem FAT-Bike

Wir wollen das Rad im Winter nicht stehen lassen und uns ohne Grenzen in der Natur bewegen. Da das mit einem MTB irgendwann nur noch begrenzt möglich ist, stellen wir euch eine ganz besondere Variante eines MTBs vor. Das FAT-Bike ist ein Rad, das zu allererst mit seinen breiten Reifen auffällt. Es bietet besonders viel Halt auf vereisten und unbefestigtem Untergrund. Wir stellen euch das Bike genauer vor und geben euch einen kleinen Einblick.

Was kann ein FAT-Bike?

Was ein FAT-Bike ausmacht, sind eindeutig die breiten Reifen. Die Bikes gehören zur Kategorie der MTBs und haben eine Reifenbreite von 7 bis 12cm. Damit sind sie besonders gut geeignet für Untergründe wie Schnee, Sand und Matsch. Die Reifen bieten unheimlich viel Halt auf unbefestigtem Untergrund. Ursprünglich stammen die Bikes aus Alaska und wurden dementsprechend lange Zeit auch Snowbikes genannt. Ziel war es, mit den Rädern auf Schnee einfacher bergauf zu kommen. Mittlerweile sind die Bikes nicht nur in Gegenden mit viel Schnee beliebt. Sie haben sich als echte Allrounder entpuppt und sind für jede Art von unbefestigtem Gelände sehr gut geeignet.


Grenzenlos durch den Winter

Anders als man denken könnte, ist das Rad kein Schwergewicht. Natürlich kommt es nicht an die herkömmlichen Mountainbikes heran, trotzdem wiegt das leichteste FAT-Bike nur 9kg. Wer sich damit ausprobieren möchte, kann sich einfach ein FAT-Bike mieten oder eine geführte Tour buchen. Von verschiedensten Anbietern werden geführte Touren für Einsteiger, aber auch Profis geboten. Schnell bemerkt man, dass das Fahrerlebnis anders ist. Die Lenkung ist zwar aufgrund der Reibungsfläche nicht so einfach, wie bei einem normalen MTB aber gleichzeitig macht sich ein Gefühl von Grenzenlosigkeit breit, da jeder Untergrund bezwingbar wird und man dem eigenen Weg folgen kann.


Durch jede Witterung

Von einigen Sportlern wurde dies bereits genutzt um große mehrwöchige Touren mit dem Bike zu unternehmen. Zum Beispiel haben zwei Freunde ganz Finnland mit ihren Bikes durchquert. Die Tour dauerte ganze vier Wochen. Es gibt sogar FAT-Bike Rennen, wie den Iditarod-Trail in Alaska. Hier fahren die Teilnehmer ganze 1000 Meilen durch Alaska, ihre einzigen Anlaufstellen für die Verpflegung sind positionierte Checkpoints.