Radfahren im Dunkeln

Die Tage werden kürzer und das Rad geht in Keller? Das muss nicht sein! Die dunkle Jahreszeit eignet sich hervorragend zum Radeln, wenn man die richtigen Vorkehrungen trifft. Mit unseren 5 Tipps zum Radfahren im Dunkeln kommen Sie sicher durch die Nacht.

1. Seien Sie die hellste Leuchte auf dem Radweg!

Die richtige Beleuchtung am Rad ist wohl das Wichtigste beim Fahrradfahren im Dunkeln. So wichtig, dass es dazu einen eignen Paragraphen in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung gibt (§67). Pflicht sind eine weiße Vorderleuchte, eine rote Schlussleuchte inkl. Katzenauge, seitliche Reflektoren und gelbe Rückstrahler an den Pedalen. Beim Kauf der Leuchten sollten Sie auf Lichtintensität (Lumen), Strahllänge und ausreichende Leistungsdauer achten. Es empfiehlt sich außerdem, immer ein Reservelicht dabeizuhaben!

Hier geht’s zum Paragraphen in der StvZO.

2. Stechen Sie aus der Masse hervor!

Wie heißt es so schön? Sehen und gesehen werden! Besonders in der Stadt sollten Sie alles dafür tun, gesehen zu werden. Achten Sie also darauf, helle Kleidung und eine Warnweste zu tragen. Auch Helme und Satteltaschen sollten reflektierende Elemente aufweisen. Mit LED Armbändern sieht der Autofahrer hinter Ihnen auch bei Dunkelheit Ihr Handzeichen.

3. Finden Sie Ihre Route durch die Nacht!

Nachts sind alle Katzen grau. Dies gilt auch für alle restlichen Objekte, die Ihnen auf Ihrem Weg durch die Nacht begegnen. Einfach gesagt: Wenn es dunkel ist, sehen Sie schlechter. Wählen Sie also am besten eine Route, die Ihnen bereits bekannt ist oder die wenige Hürden beinhaltet (Schlaglöcher, viele Kurven oder Verkehr).

4. Gehen Sie im Dunkeln auf Nummer Sicher!

Bevor Sie in den Fahrradherbst starten, sollten Sie Ihr Fahrrad einmal komplett durchchecken lassen. Es kann sehr unangenehm werden, wenn Sie im Dunkeln versuchen Speichen, Kette, Reifen oder Kabel zu reparieren. Für alle Fälle, sollten Sie eine Kopfleuchte im Gepäck haben, damit Sie die Hände frei haben, wenn das Werkzeugset doch mal ausgepackt werden muss.

5. Im Dunkeln ist gut Munkeln? Fahren Sie mit Bedacht!

Es gibt viele Vorteile beim Fahren im Dunkeln: In der Regel herrscht weniger Verkehr und es stellt sich ein Gefühl der Schwerelosigkeit ein, wenn man sanft durch die kühle Abendluft gleitet. Nichtsdestotrotz sollte man einige Dinge beachten, um sicher ans Ziel zu kommen. Dazu gehört, ausnahmsweise auf die musikalischer Untermalung zu verzichten und der Stille zu lauschen. Denn wenn der Sehsinn eingeschränkt ist, empfiehlt es sich die anderen Sinne unterstützend zu Rate zu ziehen! Bleiben Sie stets achtsam und richten Sie Ihren Blick konzentriert auf die Straße, um rechtzeitig Unebenheiten oder sich nähernde Verkehrsteilnehmer zu bemerken.

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