5 Tipps zum Radfahren bei Heuschnupfen

Über 12 Millionen Menschen sind alleine in Deutschland von Heuschnupfen-Symptomen geplagt. Auf das Radfahren möchte man trotzdem ungern verzichten, denn Ausdauersport unterstützt vor allem das Immunsystem und kann sogar helfen Allergiesymptome zu lindern. Damit Sie trotz Pollenallergie sportlich in den Fahrradsommer starten haben wir für Sie fünf Tipps zusammengestellt.

1. Vorbeugen

Ein Allergietest kann Ihnen dabei helfen, Ihre Fahrradtour optimal vorzubereiten. So können Sie sich ganz einfach nach den Pollenflug-Vorhersagen richten. Falls die Einnahme von Antiallergika notwendig ist, sollten Sie diese am besten am Abend vor der Tour einnehmen. Dadurch kann ein plötzliches Eintreten von Müdigkeit oder Konzentrationsschwäche vermieden werden. Nehmen Sie zur Sicherheit Ihre Medikamente mit auf die Tour!


2. Tour Planen

Neben der Pollenflug-Vorhersage gibt es noch andere kleine Tipps, wie Sie Ihre Tour am besten planen können. Planen Sie Ihre Tour auf dem Land, ist dort die Pollenkonzentration am Abend am niedrigsten, das Gegenteil gilt für die Konzentration in Städten. Besonders gut geeignet sind Tage, an denen es zuvor stark geregnet hat, da es einige Stunden dauert, bis sich die Pollen wieder in der Luft verteilen. Besonders frei von Pollen ist die Luft in den Bergen ab einer höhe von 900m oder am Meer, wie zum Beispiel entlang des Ostseeküstenradwegs.


3. Leistung anpassen

Übernehmen Sie sich nicht! Achten Sie eher darauf, dass Sie regelmäßig kleinere Touren fahren. Diese fördern die Ausdauer und stärken damit das Immunsystem. Falls Sie von starken Symptomen geplagt sind, achten Sie darauf sich ausreichend aufzuwärmen und das Tempo langsam zu steigern. Gleiches gilt für das Abkühlen. Planen Sie am besten jeweils 15min ein, damit sich das Herz-Kreislaufsystem langsam regulieren kann. Überanstrengen Sie sich nicht! Die Härchen auf der Nasenschleimhaut filtern die Pollen aus der Luft, atmen Sie durch den Mund gelangen diese schneller in die Bronchien. Besser das Tempo herunterschrauben und kleine Pausen einlegen.


4. Schutz auf der Tour

Helfen alle Maßnahmen nichts, gibt es noch die Möglichkeit sich mit einem Mundschutz auszustatten. Mittlerweile gibt es in Apotheken oder auch in Online-Shops speziell für den Pollen- und Feinstaubschutz konzipierte Masken um die Atemwege zu schützen. Ihre Augen können Sie mithilfe von Sonnenbrillen mit Seitenschutz schonen.


5. Nach der Tour

Auch nach der Tour können Sie mithilfe einer Nasendusche alle Pollen von den Schleimhäuten entfernen. Am besten waschen Sie Ihre Haare besonders gründlich, da sich hier die meisten Pollen festsetzen. Ihre Kleidung sollten Sie nicht im Schlafzimmer aufbewahren, da der Körper so unnötig im Schlaf belastet wird. Bei einer starken Pollenallergie waschen Sie die Kleidung am besten direkt nach der Tour.